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Lifestyle

Wie verliere ich 20 Kilo in 3 Jahren?

Weil es mich beschäftigt...

Ich habe lange überlegt, ob ich mein Gewicht hier überhaupt zum Thema machen soll.

Da es aber etwas ist, was mich und auch viele andere ständig (und auch viel zu viel) beschäftigt, muss das jetzt einfach sein.

Ich muss euch gleich enttäuschen, hier werdet ihr ganz bewusst keine Vorher-Nacher Bilder zu sehen bekommen.

Seit ungefähr 8 Jahren bin ich höchst unzufrieden mit mir und meinem Körper. Vor allem deswegen, weil ich im Vergleich zu früher mal eben 25 Kilogramm zugenommen hatte.

Es war ein schleichender Prozess aus Bewegungsmangel, Fehlernährung und später auch Depressionen.

Viele halbherzige Experimente später...

Der Druck wieder schlank zu werden war immer sehr groß.

Hauptsächlich weil ich mein altes Ich wieder zurück haben wollte.

Mein Gewicht hat mich so dermaßen gehemmt, dass ich mich zu Hause verkrochen haben und so wurde es nur noch schlimmer.

Ich habe viel ausprobiert und viel Geld ausgegeben. Unter anderem Yokebe Shakes und zum Beispiel 10 Weeks Body-Change.

Diese Programme und Wundermittelchen versprechen einen schnellen Erfolg und das war es was ich wollte. Schnell viel Abnehmen.

Das hat auch erst immer gut funktioniert. Ich habe in der ersten Woche teilweise 5 Kilo abgenommen.

MEGA....leider bin ich ein Mensch der unter Druck (den ich mir selbst gemacht habe) schnell einbricht.

Diese Art von Programmen, Challenges, Bootcamps usw. funktionieren bei mir genau 2 Wochen und dann ist Schluss.

Sogenannte Cheat-Days werden zur Regel und ich komme mir immer mit der Ausrede: "Morgen fange ich wieder an".

So läuft es immer und Zack sind 7 von den 5 abgenommenen Kilos wieder drauf.

Angst-Gewicht und "Fettlogik"...

Durch dieses ganze auf und ab habe ich dann 2016 mein Angst-Gewicht von 89,9 Kilo erreicht.

Ich nenne es Angst-Gewicht, weil bei mir so eine enorme Panik vor der 90 aufkam, dass ich sofort etwas ändern wollte.

Leichter gesagt als getan.

Da mir immer alle gepredigt haben ich solle doch einfach weniger essen, habe ich dann mit dem Kalorienzählen angefangen, ein bisschen Sport gemacht und ein paar Kilo abgenommen.

Es war schwierig einzuschätzen wie viel denn "weniger" ist und mir schwirrte immer der Gedanke im Kopf herum, dass man ja auf die Nährstoffe achten soll, man bloß nicht ZU WENIG essen sollte und das man natürlich auch noch bitte ausgewogen und frisch gekocht essen soll.

Das war so viel Input auf einmal, dass ich natürlich wieder eingebrochen bin.

Das ging mir alles so auf die Nerven und alle wussten es immer besser und jeder kam mit einer anderen fixen Idee mit der das bestimmt klappt, dass ich irgendwann an den Punkt kam wo ich nur noch dachte:

"Ihr könnt mich alle mal!"

Zu ungefähr diesem Zeitpunkt kam dann auch die Wende.

Ich stieß durch Zufall auf das Buch "Fettlogik überwinden" von Nadja Hermann, dass meine Sichtweise komplett geändert hat.

Dieses Buch beschreibt, welche "Fettlogiken" sich über die Jahre ansammeln und was einen daran hindert abzunehmen.

Das alles hat mein Denken so geändert, dass ich tatsächlich nochmal mit dem Kalorienzählen angefangen habe und bis Ende 2017 tatsächlich 10 Kilogramm abgenommen habe.

3 Jahre?! Dein Ernst...?!

Vor allem habe ich den ganzen Druck aus der Sache genommen.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich nur Phasenweise abnehmen kann. 5 Kilo abnehmen, kurz einbrechen (aber die Abnahme halten) und dann weiter machen.

Viele Diät-Gurus und Leute die deren Programme gemeistert haben (Hut ab dafür) werden da nur den Kopf schütteln und es inkonsquent nennen...JA VERDAMMT so ist es halt.

Es stört mich nicht mehr was andere dazu sagen oder was sie davon halten wie langsam ich abnehme oder eben nicht.

Ich bin eben niemandem Rechenschaft schuldig außer mir selbst.

Da ich aber Angst davor habe 30 zu werden und dann auch noch fett zu sein, habe ich mir da indirekt eine Frist von 3 Jahren gesetzt.

10 Kilo hab ich schon, 10 fehlen noch. Absolut machbar und das in meinem Tempo.

Was ich damit sagen will...

Macht euch nicht bekloppt.

Lernt euch selbst zu lieben und setzt euch nicht unnötig unter Druck (es sei denn euer Arzt macht Druck, dann wirds höchste Zeit!).

Vor allem scheißt auf das was andere predigen. Ihr müsst da alleine durch und auch alleine euren Arsch hoch kriegen.

Natürlich helfen Gruppen und Gleichgesinnte.

Diese stehen aber nicht neben euch, wenn ihr euch die halbe Packung Ben & Jerry's alleine zu Hause auf der Couch reinpfeift.

Es ist eine Entscheidung, die ihr jeden Tag aufs neue treffen müsst.

Und wenn es mal nicht mehr klappt, macht eine bewusste Pause mit dem Gedanken später weiter zu machen.

Übergewicht ist nicht gesund, das sollte jedem klar sein.

Aber es geht niemanden was an wann, wie, wo und wie viel ihr abnehmt oder eben nicht.

Ich starte jetzt meinen 593ten Anlauf mit dem Kalorien zählen, werde für ca. 4 Wochen topmotioviert sein, Pause einlegen und dann weiter machen!

Wir sehen uns dann im Jahr 2019 auf meinem 30ten Geburtstag in einem Mini-Kleidchen <3

Für jeden den es interessiert:

Nadja Hermann's Blog:

https://fettlogik.wordpress.com/

Das Buch (*Affiliate-Link):

http://amzn.to/2p9yL8H

3 Comments

  • magdaeva

    Liebe Nadia, erst mal Hut ab, dass du dich traust darüber zu schreiben. Wie du selbst gesagt hast, ist das Gewicht in den letzten Jahren zum größten Thema auf der ganzen Welt geworden. Oder zumindest bei den Menschen wo alle Grundbedürfnisse erfüllt sind und man nun an sich und seiner Persönlichkeit arbeiten kann.
    Ich habe geschrieben, dass es mutig ist darüber zu schreiben, denn ich selbst hab innerhalb 1-2 Jahre 25 Kg abgenommen, die ich auch halte, aber abgenommen habe ich eher auf eine eher ungesunde Art und Weise (Krankheit, keine Bulimie). Deswegen berichte ich darüber nicht auf meinem Blog, bzw. habe ich noch nicht, damit viele junge Leute nicht auf diese Idee kommen.
    Was ich auch super finde ist, dass dir bewusst geworden ist, dass du für dich abnimmst und niemanden Anderen und auch dein Tempo finden musst. Viele Denken, wenn sie sich unter Druck setzten, dass es klappt, aber du hast es selbst erfahren und gemerkt, dass es leider nicht geklappt hat. Denn man denkt nicht mehr über andere Sachen im Leben (ausgehen, sich mit Freunden treffen und Co. habe ich z.B. vernachlässigt) nach und ist nur 24/7 darauf fokussiert. Du kannst dich sehr glücklich schätzen, dass du an dir arbeitest, sei es psychisch oder physisch, denn beides sind Erfolge 🙂

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Ziehe es auf deine Art und Weise durch und überrasche die Anderen 😉
    Liebe Grüße, magdaeva von https://lifestylemeetsmagdaeva.blogspot.de/

    • Nadia

      Danke für den lieben Kommentar 😘 das tut mir leid dass du eine solche Erfahrung machen musstest. Ich Fall immer wieder in Phasen wo ich mir selber Druck mache…aber eben nur für mich 😊

  • Klaus-Peter Baumgardt

    Du schreibst

    „Es ist eine Entscheidung, die man jeden Tag neu treffen muss“

    – so etwas ähnliches hatte ich heute auch gedacht, und ein Punkt, über den schnell rübergelesen wird, ohne, dass er verstanden ist. Das ist vielleicht das Schwierig am Erfahrungsaustausch, aber er kann auch funktionieren.
    Wünsche Dir alles Gute weiterhin mit Deinem Konzept,

    LG, KP

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